Adolf Wölfli (1864-1930)



Gelesen und vertont




1. Musikstück 1 transkribiert/Song 1 transcribed) 1:56

2. 7 Kapitel: Die Strafe 0:55

3. Flädermuus 0:12

4. Assisengericht 1:44

5. Anstaltköchin 1:47

6. Der Fluch 1:09

7. Musikstück 2 transkribiert/Song 2 transcribed) 1:34

8. 12 Kapitel: Von Madrid nach zurück und umgekehrt 6:47

9. Musikstück 3 transkribiert/Song 3 transcribed) 0:45

10. Kapitt'l Schluss 0:21

11. Oh Bauern-Knecht! Oh schnöödes Recht, 1908 0:11

12. Schenkst Du deinem Gott Vertrauen 0:28

13. Das Kind der Geigerinn - Marsch 0:43

14. Z'Underisch unda, siga doch no! - Marsch 0:24

15. Schisdräckgälbe, zih und fliih Hund! - Marsch 0:42

16. Ebjä!! I wot doch, nit a Frau! 0:25

17. Das Schimmern zweier Steerne 0:16

18. Musikstück 4 transkribiert/Song 4 transcribed) 0:29

19. Königreich Spanien 2:46

20. Allgebrah 1:10

21. Allgebrah ist Musik und Gesang 2:10

22. Allgebrah Du bist Wonne 1:58

23. Musikstück 5 transkribiert/Song 5 transcribed) 1:46

24. Gott-Vatter-Donnerina-Fonttaine und der Tanz im Garten Eden 9:42

25. Musikstück 6 transkribiert/Song 6 transcribed) 0:52

26. Trauer-Marsch 592. Lied 1:59

27. Trauer-Marsch 599. Lied 1:58

28. Trauer-Marsch. Soh, Dah währ das, früsche Heft 1:53



NOTES

Adolf Wölfli - Gelesen und vertont. LP 1978

Die vorliegende Platte enthält Auszüge gekürzter erzählerischer Episoden aus den ersten Heften "Von der Wiege bis zum Graab" (1908-1912) und den "Geographischen und allgebräischen Heften" (1912-1916) sowie aus einzelnen Gedichten aus den frühen Heften (1908-1912) und aus dem Trauer-Marsch (1928-1930).

Die erzählerischen Texte werden von Dr. Fred Singeisen, Psychiater, gelesen. Als Sohn von Walter Morgenthaler, dem ersten Biographen und Arzt Wölflis, ist er seit seiner Jugend mit Wölfli als Mensch und Künstler auf das engste vertraut. Er liest die Texte aus seiner direkten Kenntnis der Person Wölflis. Die Lautgedichte, Aufzählungen, die "Allgebrah" und der "Trauer-Marsch" werden von Anton Bruhin vorgetragen. Die Bedeutung der rhythmischen Gliederung der "Trauer-Marsch" Lieder, mit den sich druchgehend wiederholenden angaben des jeweiligen "Chehr" (8, 16, 24 oder 32) ist nicht genau zu bestimmen. Bei diesen Signalen kann es sich sowohl um eine rhythmische Angabe des musikalischen Taktes, um bestimmte Formen sprachlicher Wiederholungen oder auch um Tempo-, Richtungs- und Bewegungswechsel des Marsches handeln. Auf der vorliegenden Schallplatte unternimmt Anton Bruhin den Versuch, den "Cher" des "Trauer-Marsches" in 3 verschiedenen Variationen zu interpretieren. Die Auswahl der Musikstücke zwischen den Texten der Platte sind Übertragungen von Wölflis eigenen musikalischen Aufzeichnungen. Sie wurden von Kjell keller und Peter Streiff nach seiner musikalischen Noten- und Silbenschrift (Solmisation) rekonstruiert und arrangiert (siehe dazu "Adolf Wölfli als Musiker" im Katalog "Adolf Wölfli", Kunstmuseum Bern 1976). Die Instrumentierung der Stücke mit Klarinette, Handorgel und Geige entsprechen dem volkstümlichen Charakter der Musik. Wölfli selbst hat seine Musik auf selbstgebastelten Papiertrompeten geblasen. (Einführungstext von 1978)

Zusammenstellung und Bearbeitung der Texte: Jürgen Glaesemer und Elka Spoerri

Interpreten: Text: Anton Bruhin (Gedichte und Lieder), Fred Singeisen (Prosatexte) Musik: Trio Aarebögeler (Tinu Bauer, Klarinette; Aschi Frei, Handorgel; Kjell Keller, Geige) Aufnahmen: Anton Bruhin und Andreas Züst, Zürich; Bruno Spoerri, Studio für elektronische Musik, Zürich; Peter Bohren, Radio Studio Bern




RELATED RESOURCES:
MP3s courtesy of Adolf Wölfli
Adolf Wölfli in UbuWeb Ethnopoetics
Adolf Wölfli Wikipedia entry