Eugen Gomringer | Switzerland, (b. 1925)



Konstellationen (1973)

  1. der dichter und das schweigen

  2. audio-visuelle konstellationen

  3. konstellationen in spanischer französischer, englischer sprache und in schweizerdeutsch

  4. das stundenbuch

  5. Neue Texte




    Released by S Press, 1973


Eugen Gomringer (* 20. Januar 1925 in Cachuela Esperanza, Bolivien, als Sohn eines Schweizers und einer Bolivianerin) gilt als Vater der Konkreten Poesie.

Gomringer studierte von 1944 bis 1952 Nationalökonomie und Kunstgeschichte in Bern und Rom. Von 1954 bis 1957 arbeitete er als Sekretär von Max Bill an der Hochschule für Gestaltung Ulm. 1953 gründete er mit Dieter Roth und Marcel Wyss die Zeitschrift Spirale und gab von 1960 bis 1965 die Buchreihe konkrete poesie – poesia concreta heraus. Von 1961 bis 1967 war er Leiter des Schweizerischen Werkbundes. Von 1967 bis 1985 leitete er den Kulturbeirat der Rosenthal AG in Selb. Von 1977 bis 1990 lehrte er überdies als Professor für Theorie der Ästhetik an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf. Er war 1966 bis 1968 Mitglied des documenta-Rates zur 4. documenta im Jahr 1968 in Kassel. 1986 hatte er eine Gastprofessur für Poetik in Bamberg und wurde 1988 Intendant des Internationalen Forums für Gestaltung in Ulm.

Seit 1971 ist er Mitglied der Berliner Akademie der Künste. 2000 gründete er das Institut für Konstruktive Kunst und Konkrete Poesie (IKKP) an seinem langjährigen Wohnort, dem oberfränkischen Rehau. Seine Sammlung bildete den Grundstock des Museums für Konkrete Kunst in Ingolstadt.

1997 wurde Gomringer mit dem Kulturpreis der Stadt Rehau ausgezeichnet. Am 21. Oktober 2007 erhielt er ferner den erst- und einmalig verliehenen Premio Punta Tragara per la Poesia Concreta. Die Preisverleihung fand auf dem Gipfel des Säntis statt. Im Jahre 2008 wurde er für seine Verdienste mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.

Im Juni 2010 waren er und seine Tochter Nora für eine Poetik-Dozentur an die Universität Koblenz-Landau eingeladen.

Am 22. Januar 2011 hat die Alice Salomon Hochschule Berlin den Alice Salomon Poetik Preis 2011 an Eugen Gomringer vergeben. Konkrete Poesie [Bearbeiten]

1953 prägte Gomringer den Begriff Konkrete Poesie in Analogie zum Begriff der „Konkreten Kunst“. In seinen Gedichten, die mit der Materialiät der Schrift und des Schriftbildes spielen, folgt er der abstrakten – von ihm konstruktiv genannten – Malerei seiner Zeit. Gomringer führt in seinem zentralen Manifest vom vers zur konstellation die Auffassung des ästhetischen Objekts als funktionalen Gegenstand aus.

Karl Riha charakterisiert Eugen Gomringer mit den Worten: „Er ist der Vater der deutschen Nachkriegsmoderne- und dies gleichermaßen durch programmatische Verlautbarungen wie extraordinäre poetische Texte, die bis heute- und über das Heute hinaus- ihre Spannkraft behalten haben. Er ist – im technischen wie im imaginativen Sinne des Begriffs – ein Erfinder, der die Sprache der Literatur nachhaltig verändert hat.“

Gomringer schreibt in Deutsch, Schweizerdeutsch, Spanisch, Französisch und Englisch.


RELATED RESOURCES:
Eugen Gomringer in UbuWeb Sound
"From Line to Constellation" (1954) in UbuWeb Papers
"Concrete Poetry (1956)" in UbuWeb Papers
"Max Bill and Concrete Poetry" (1958) in UbuWeb Papers
"The Poem as Functional Object" (1960) in UbuWeb Papers
"Concrete Poetry: A World View : Switzerland" in UbuWeb Papers