Walter Benjamin (1892-1940)


Correspondence / Briefwechsel : Theodor W. Adorno & Walter Benjamin
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Theodor W. Adorno - Walter Benjamin: Briefwechsel. Gelesen von Martin Wuttke und Hanns Zischler, kommentiert von Henri Lonitz, 2007.

"Wir kamen damals zusammen, wie zwei Intellektuelle, die am selben Knochen nagen", so erinnert sich Theodor W. Adorno im Rückblick an seine erste Begegnung mit Walter Benjamin 1923 im Frankfurter Café Westend. Als Fortsetzung ihrer Gespräche entwickelt sich ein Briefwechsel, der intensiviert wird durch die Lebensbedingungen des Exils: Benjamin, der Deutschland im Jahr 1933 verlassen muss, lebt ab 1934 in Paris; Adorno gelingt, mit einer Zwischenstation in England, 1938 die Auswanderung nach Amerika. Ihre Briefe aus dieser Zeit kreisen um die verbindliche theoretische Darstellung jener Grund legenden Erfahrungen der bürgerlichen Kultur, die mit dem Faschismus unwiederbringlich verloren gingen. Die Kritik, die Benjamin und Adorno wechselseitig an ihren Arbeiten übten, ist Zeugnis für die Unbedingtheit, mit der sie, aller Sicherheiten enthoben, an einer großen gemeinsamen theoretischen Aufgabe arbeiteten. Doch die Solidarität ist auch eine praktische: Der finanziell stets besser gestellte Adorno bemüht sich mit allen Mitteln, Benjamins Lebensunterhalt zu sichern und ihm schließlich zu einem Affidavit zu verhelfen, das ihm die Einreise in die USA ermöglichen sollte. Letzteres gelingt nicht: Benjamin stirbt am 25. September 1940 an einer Überdosis Morphium in Port Bou, nachdem spanische Grenzsoldaten ihm die Durchreise verwehrten und Benjamin ins besetzte Frankreich zurückgeschickt zu werden drohte.

Der Briefwechsel zwischen Theodor W. Adorno und Walter Benjamin, der zu den bedeutendsten zählt, die aus dem vergangenen Jahrhundert überliefert sind, wird durch die Stimmen von Martin Wuttke (Benjamin) und Hanns Zischler (Adorno) lebendig. Henri Lonitz, der Herausgeber der gesamten Korrespondenz der beiden Philosophen (alle Bände erschienen im Suhrkamp Verlag), kommentiert die ausgewählten Passagen und ergänzt sie durch zusätzliche Einblicke.

Theodor W. Adorno - Walter Benjamin: Briefwechsel

Gelesen von Martin Wuttke und Hanns Zischler

Kommentiert von Henri Lonitz




Aufklärung für Kinder
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Walter Benjamin prepared and delivered some 30 broadcasts for German Radio between 1929-1932 specifically for children, maybe 7-14 or so, each consisting of a 20 minute talk or monologue.

A main emphasis was on introducing the youth to various, some of them classical, natural catastrophes, for instance the Lisbon earthquake of the 1750's that so shook the optimism of Voltaire and the century, a flood of the Mississippi of 1927, the Pompeii disaster as came through the famous letter of Pliny the Younger; another subject was various episodes of lawlessness fraud and deceit, much of it recent, for instance bootlegger's boats that were bringing rum or whatever to America through the prohibition blockade. "Aufklärung für Kinder" ("Enlightenment for Children") was the name of the series. This release collects some of these broadcasts, read in german language by Harald Wiesner.


Walter Benjamin war ein vielseitiger Mann. Neben literatur- und kulturkritischen Werken veröffentlichte er hervorragende Übersetzungen (Baudelaire und Proust); er war Autor und Kritiker und hat nicht nur wegen des Geldes für Kinder Rundfunkvorträge geschrieben. Sechs dieser lange Zeit verschollenen Manuskripte wurden für dieses Hörbuch neu aufgenommen.

Der Journalist Harald Wieser hat diese Geschichten in seinem Bücherschrank versteckt gefunden. Seine Lesung, untermalt mit kleinen Kompositionen des Musikers Ulrich Mückenberger, widmet er Timm, den Kindern der Reha-Kliniken Friedehorst und Tiefenbrunn und den Jugendlichen im Sonnenhof in der Löwe-Stiftung.

In den Jahren 1929 bis 1932 hat Benjamin in der Jugendstunde des Berliner Rundfunks etwa 20 bis 25 Minuten lang aus seinen Texten gelesen. Deutlich hörbar ist seine Intension, den jungen Hörern unaufdringlich, aber stetig und bestimmt einen kritischen Blick beizubringen, sie zur Hinterfragung von Vorurteilen und Klischees anzuregen.

In „ Das dämonische Berlin...“ präsentiert Benjamin ein einfühlsames Porträt über E.T.A. Hoffmann, den Autor des Schreckens und dessen physiognomisches Sehen. Dieses war letztlich der Antrieb seines Schreibens. Sein Text über die Zigeuner mit Goethes „Zigeunerlied“ räumt mit irrationalen Ängsten auf. Nicht nur für Kinder sehr spannend ist die Darstellung über Pompeji und den Untergang der Stadt. Das Verständnis für Ungerechtigkeit und für das Phänomen von Macht weckt er in seiner Erzählung über die „Bastille“. Kurzweilig ist die Hunde-Geschichte. Und seine Gedanken zu Kaspar Hauser mit Georg Trakls „Kasper Hauser Lied“ regen an, sich mit diesem interessanten, tragischen Schicksal weiter zu beschäftigen.

Die sechs Radiotexte wurden im Dezember 2002 von Radio Bremen gesendet und mit großem Lob belegt. Wer sie gehört hat, bekommt mit Sicherheit Lust auf weitere Aufklärungstexte von Walter Benjamin.

Lesung mit Musik, Spieldauer: ca. 114 Minuten, 2 CD. Mit Booklet. -- culture.text



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